📷 Slika: Wikimedia Commons
San Peder
Kirchengebäude in Sent
San Peder ist eine mittelalterliche Kirche auf einem Felsen am westlichen Dorfrand von Sent im Unterengadin. Sie geht vermutlich auf das Jahr 1173 zurück und wurde im Zuge der Reformation als Sakralbau aufgegeben. Die Kirche verfiel nach und nach, wobei nur der romanische Kirchturm erhalten blieb. Dieser diente jahrhundertelang als kommunales Munitionsdepot. Seit 1856 ist der Kirchenhügel mit der Ruine in Familienbesitz der Corradini, die sich um die Erhaltung bemühen. Die Kirche hat eine historische Bedeutung, da sie im 13. Jahrhundert als Wehrturm genutzt wurde. Archäologische Forschungen von 1937 führten zur Entdeckung von Resten eines Wehrturms mit einer Ausdehnung von etwa 12 auf 13 Metern. Die Mauern des Turms waren bis zu 2,3 Meter dick. Die Funde im Rätischen Museum deuten auf eine Datierung ins 13. Jahrhundert hin. Der Turm wurde im Verlauf des 14. Jahrhunderts aufgegeben. Die Ruine bietet einen Blick auf die umliegende Landschaft und die historische Entwicklung des Ortes. Der Kirchenhügel ist von hochgewachsenen Lärchen umgeben, die seit 1856 gepflanzt wurden. Die Ruine ist Teil der Kulturgeschichte von Sent und steht im Zentrum der lokalen Erinnerungskultur. Die Umgebung ist geprägt von der Landschaft des Unterengadins und der Geschichte der Region.
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- Art
- Kirchengebäude, Höhenburg
- Ort
- Kanton Graubünden
- Adresse
- Stron, Sent
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
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