Marienkirche

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Marienkirche

Kirchengebäude in Reutlingen

Die evangelische Marienkirche in Reutlingen ist eine der bedeutendsten Sakralbauten der Gotik in Württemberg und wurde zwischen 1247 und 1343 errichtet. Sie war von 1521 bis 1548 der Wirkungsort des Reformators Matthäus Alber, der die Lehren Martin Luthers verbreitete. Die Kirche wurde 1726 beim Stadtbrand stark beschädigt, wobei die innere Ausstattung verloren ging. Sie wurde 1893 bis 1901 in neugotischem Stil restauriert und seit 1988 als nationales Kulturdenkmal geschützt. Die Marienkirche ist ein bedeutendes Beispiel gotischer Architektur mit einem polygonalen Chor, einem mehrteiligen Kreuzrippengewölbe und einer westlichen Fassade mit Turm. Die Baugeschichte ist durch stilistische und dendrochronologische Untersuchungen nachvollziehbar. Die erste Bauphase begann um 1250, und die Kirche wurde bis 1343 fertiggestellt. Die westliche Vorhalle und die Westfassade wurden ab 1310 errichtet, wobei die Fertigstellung erst 1343 durch die Aufsetzung des goldenen Engels auf der Turmspitze abgeschlossen wurde. In der Marienkirche gibt es mehrere historische Elemente, darunter das „Sturmbockloch“ an der Chorwand, das aus der Belagerung Reutlingens 1247 stammt. Die Kirche wurde mehrfach restauriert, zuletzt 1893 bis 1901 unter Heinrich Dolmetsch in neugotischem Stil. Dabei wurden die ursprüngliche Gestalt und moderne Anpassungen kombiniert. Im Inneren wurden die Arkaden und Gewölbe restauriert, und ergänzende Elemente wie eine neue Kanzel oder ein Heizungssystem wurden eingebaut.

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Art
Kirchengebäude
Ort
Reutlingen
Erbaut
1201
Baustil
Gotische Architektur
Architekt
Heinrich Dolmetsch
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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