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Salzspeicher
Gruppe von Lagerhäusern an der Lübecker Obertrave direkt neben dem Holstentor
Die Salzspeicher sind sechs Lagerhäuser an der Lübecker Obertrave, direkt neben dem Holstentor. Sie wurden im Stil der Backsteinrenaissance und des Backsteinbarocks zwischen 1579 und 1745 errichtet. Die Gebäude standen ursprünglich im Eigentum der Saline Oldesloe und dienten der Lagerung von Salz, das über die Alte Salzstraße und den Stecknitz-Kanal nach Lübeck transportiert wurde. Sie markierten im Mittelalter die Grenze zwischen dem Seehafen und dem Binnenhafen. Die Salzspeicher spielten eine zentrale Rolle im Handel mit Salz, das für das Konservieren von Fisch verwendet wurde und den Heringshandel ermöglichte. Sie sind als Kulturdenkmal unter den Nummern 1088 bis 1093 der Denkmalliste der Hansestadt Lübeck aufgeführt. In der NS-Zeit wurde ein Speicher zu einem HJ-Heim umgebaut, und seit 1942 werden die Gebäude von einem Textilkaufhaus genutzt. Sie dienten zudem als Drehort für zwei Filme, darunter *Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens* von 1922 und *Nosferatu – Phantom der Nacht* von 1979. Die Salzspeicher bieten einen Blick auf die historische Handelsroute der Hansestadt und ihre Verbindungen zu Skandinavien. Die Gebäude sind Teil der Altstadt und liegen an der Obertrave. Die Fassaden zeigen architektonische Merkmale der Backsteinrenaissance und des Barocks. Die Lage an der Holstenbrücke vermittelt einen Eindruck der ehemaligen Grenze zwischen Seehafen und Binnenhafen. Die Umgebung umfasst die Altstadt mit ihren Gassen und dem Holstentor.
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- Art
- Gebäudekomplex
- Ort
- Lübecker Altstadt
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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