Historisches Kupferbergwerk Fischbach
Das Historische Kupferbergwerk Fischbach im Hunsrück-Nahe-Raum ist kein Stollen im üblichen Sinn, sondern ein System weiter Hallen: bis zu 30 Meter hohe Hohlräume, aus dem Fels geschlagen und durch Strecken verbunden. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde und macht anschaulich, welche Dimensionen mittelalterlicher Bergbau ohne Maschinen erreichen konnte. Urkundlich belegt ist der Abbau im Hosenbachtal seit 1461, begonnen haben dürfte er um 1400. 1473 einigten sich die Grafen von Sponheim und die Wild- und Rheingrafen darauf, die Erträge zu teilen. Im 16. Jahrhundert arbeiteten hier 200 bis 300 Bergleute; das Kupfer ging bis nach Dinant, damals ein Zentrum der Messingherstellung. Am 3. Dezember 1624 kam der Betrieb im Dreißigjährigen Krieg zum Erliegen. 1697 wurde wieder angefahren, zwischen 1730 und 1765 lag eine zweite Blütezeit, um 1750 sprengte man erstmals mit Schwarzpulver. 1792 endete der Abbau endgültig; spätere Versuche im 19. und 20. Jahrhundert scheiterten an der Wirtschaftlichkeit. Seit 1975 ist das Bergwerk für Besucher geöffnet. 1986 kam eine rekonstruierte Kupferschmelze hinzu, die die Verhüttung vor über 500 Jahren zeigt, 2004 ein Bergbaupfad an der Oberfläche. Die Hauptsaison reicht vom Frühjahr bis in den Herbst, im Winter gelten eingeschränkte Zeiten; Führungen kommen ab vier Personen zustande, und Teile der Anlage sind barrierefrei erschlossen.
Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.
V bližini
- Berschweiler bei Kirn1.8 km
- Fischbach2.0 km
- Fischbach (Nahe)2.3 km
- Hintertiefenbach2.5 km
- Niederhosenbach4.4 km
- Gerach3.0 km
QR-Code