Stadtbefestigung Friedberg (Bayern)
Die Stadtbefestigung Friedbergs entstand ab 1409 als Grenzfestung der Herzöge von Bayern-Ingolstadt. Sie lag im Landkreis Aichach-Friedberg, Schwaben, und diente der Sicherung der Zollstelle am Lechübergang. Die Anlage umfasste eine Ringmauer mit 14 Wehrtürmen, deren Stümpfe teilweise erhalten blieben. Die Stadtgründung erfolgte 1264 durch Herzog Ludwig II., der den Grundriss der geplanten Stadt festlegte. Die strategische Lage vor Augsburg führte zu häufigen Angriffen, die die Befestigung mehrfach erneuern ließen. Die Stadt wurde 1296, 1372 und 1388 angegriffen, und im 15. Jahrhundert leidete sie unter den Kämpfen zwischen Münchner und Ingolstädter Herzögen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt auf dem ursprünglichen Grundriss wiederaufgebaut. Im 19. Jahrhundert fielen die Tore und einige Mauerabschnitte. Die Altstadt liegt südlich des Schlosses auf der Lechleite, die sich 50 bis 60 Meter über dem Lechtal erhebt. Die Ringmauer war 350 x 300 Meter groß und folgte der natürlichen Hangkante. Die Westseite der Befestigung ist gut erhalten, mit Strebepfeilern und Schießscharten. Im Südwesten wurde ein Wehrgang rekonstruiert, und mehrere halbrunde Türme sind als Stümpfe erhalten. Das ehemalige „Augsburger Tor“ wurde 1793 abgerissen, das „Jägertor“ 1812 und das „Obere Tor“ 1868.
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- Art
- Stadtmauer
- Ort
- Friedberg
- Adresse
- Stadtbefestigung
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Bayern
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