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Waldalgesheimer Fürstengrab
archäologische Stätte in Deutschland
Das Waldalgesheimer Fürstengrab liegt bei Waldalgesheim in Rheinland-Pfalz und datiert aus der Zeit um 330–320 v. Chr. Es handelt sich um ein Wagengrab einer keltischen Fürstin aus der sozialen Oberschicht. Das Grab befand sich ursprünglich unter einem Erdhügel in einer hölzernen Kammer und enthielt ein zweirädriges Streitwagen mit Pferden sowie Schmuck und Alltagsgüter. Die Fundstücke sind heute im Rheinischen Landesmuseum Bonn ausgestellt und bilden das Herzstück der Ausstellung „Kelten im Rheinland“. Der Fund gilt als eines der reichsten und wichtigsten aus der Latènezeit. Er ermöglichte die Benennung eines Kunststils als Waldalgesheim-Stil, der sich durch Ornamente und Verzierungen auszeichnet. Besonders auffällig ist eine 32,7 cm hohe Röhrenkanne mit Pflanzenfriesen, geometrischen Motiven und einem Menschenkopf am Henkel. Ein Bronzeeimer aus griechischem Unteritalien zeigt, wie keltische Handwerker mittelmeerische Einflüsse in ihre eigene Kunst einbrachten. Die Grabstätte gehört zu einer Kette ähnlicher Gräber, die im Hunsrück zwischen dem 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurden. Die Grabkammer war mit goldenen Ringen, bronzenen Trinkgefäßen und Schmuckstücken ausgestattet, die den sozialen Status der Toten widerspiegeln. Die Grabstätte wurde 1869 entdeckt und 1997 erneut lokalisiert. Die Grabstelle ist seit 2002 in einem Bebauungsplan der Gemeinde Waldalgesheim enthalten und könnte durch Bebauung bedroht sein. Die Fundstücke sind ein zentraler Bestandteil der archäologischen Forschung zur Keltenzeit.
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- Art
- Wagengrab, archäologische keltische Stätte
- Ort
- Waldalgesheim
V bližini
- Waldalgesheim666 m
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