Abbaye Saint-Évroult-Notre-Dame-du-Bois
Von der Abtei Saint-Évroult-Notre-Dame-du-Bois stehen heute Ruinen unter freiem Himmel: Reste der Kirche und der Konventsgebäude aus dem 13. Jahrhundert mit ihren Vorhallen, dazu ein restauriertes Rosettenfenster derselben Zeit. Das Gelände ist frei und ganzjährig zugänglich. Wer sich einliest, versteht schnell, dass hier einmal weit mehr stand als das, was übrig geblieben ist. Der Ursprung reicht ins 7. Jahrhundert zurück, als der heilige Évroult nahe der Charentonne-Quelle im Wald von Ouche eine Einsiedelei gründete. Bekannt wurde das Kloster im Mittelalter vor allem durch sein Skriptorium, das es zu einem der wichtigsten geistigen Zentren der Normandie machte. 1085 kam Ordericus Vitalis aus England hierher — ein Mönch, der als Historiker und Chronist des normannischen Mittelalters zu den zentralen Quellen seiner Epoche zählt. An ihn erinnert ein Denkmal auf dem Gelände, ebenso wie das sogenannte Wunderkreuz. Neben den Ruinen gibt es einen Interpretationsraum in der ehemaligen Salle du Procureur: rund zwanzig Tafeln, archäologische und steinerne Fundstücke sowie ein digitaler Touchscreen erklären Skriptorium und Ortsgeschichte. Der Raum ist von Mai bis Oktober täglich geöffnet, in den Wintermonaten an den Wochenenden. Rundgang und Ausstellung zusammen dauern etwa eine Stunde. Wanderwege, Picknickplätze und ein Parkplatz liegen unmittelbar am Gelände, für Familien gibt es Geocaching und eine digitale Schatzsuche. In den ehemaligen Abtsgebäuden ist heute eine Unterkunft untergebracht; Wechselausstellungen und Vorträge finden über das Jahr verteilt statt.
Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.
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