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Großsteingrab Kroatenhügel
zerstörte jungsteinzeitliche Grabanlage im Magdeburger Stadtteil Sudenburg
Das Großsteingrab Kroatenhügel ist eine jungsteinzeitliche Grabanlage im Magdeburger Stadtteil Sudenburg. Es befand sich in einer Erhebung, die lange als Kroatenhügel bekannt war, bis 1970 bei Baumaßnahmen entdeckt wurde. Die Grabkammer war fünf bis sieben Meter lang und zwei bis drei Meter breit. Die Steine, die ursprünglich an ihren Standorten lagen, sind heute verstreut und befinden sich im Hinterhof eines Neubaublocks. Das Grab wird als zerstört angesehen, da die Grabkammer und der Hügel vollständig abgetragen wurden. Gert Böttcher rekonstruierte hypothetisch das Grab und vermutete, dass es zum Typ der Ganggräber oder Großdolmen gehörte. Die Erbauer könnten Angehörige der Walternienburger oder Bernburger Kultur gewesen sein. Die Grabkammer hatte möglicherweise einen trapezförmigen Grundriss und wurde durch Steine abgedeckt. Vor Ort sind die verstreuten Steine im Hinterhof eines Neubaublocks zu finden. Der Kroatenhügel hat seinen Namen einer Sage zu verdanken, die auf den Dreißigjährigen Krieg zurückgeht. Laut der Sage soll ein Kroate während der Belagerung Magdeburgs 1631 mit einer Kanone die Kreuzblume vom Domsüdturm geschossen haben.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Magdeburg
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