Jaskinia Niedźwiedzia w Kletnie
Die Bärenhöhle bei Kletno liegt im Tal der Kleśnica im Massiv des Glatzer Schneegebirges, im Berg Stroma. Sie ist die längste Höhle der Sudeten: Ihre waagerecht verlaufenden Gänge messen zusammen rund 4,5 Kilometer und verteilen sich auf drei Stockwerke, der Eingang liegt auf etwa 800 Metern Höhe. Seit 1977 schützt ein 89 Hektar großes Naturschutzgebiet die Höhle, den umgebenden Buchen-Fichten-Wald und die Karsterscheinungen. Entdeckt wurde sie am 14. Oktober 1966, als im Marmorbruch Kletno III eine Sprengung eine zwei Meter breite Öffnung freilegte; in den Knochen, die man darin fand, vermutete man zunächst ein Massengrab. Der Abbau wurde eingestellt und das Gelände der Wissenschaft übergeben; die Untersuchungen leitete der damalige Rektor der Universität Breslau, Alfred Jahn. Von 1967 bis 1970 wurden aus einer nur zehn bis fünfzehn Zentimeter starken Schicht 20.000 Knochenreste eiszeitlicher Tiere geborgen. Fast neunzig Prozent stammen vom Höhlenbären, es ist die reichste Sammlung dieser Art in Polen. Für Besucher sind seit 1983 die mittleren Partien auf etwa 700 Metern erschlossen. Ihr Reiz liegt im Sinterschmuck: Stalaktiten, Stalagmiten, zusammengewachsene Stalagnaten, Kaskaden, Kuppeln, Sinterbecken und Draperien überziehen die Gänge; ein Rundgang dauert etwa 45 Minuten. Neben dem Eingang steht ein Ausstellungsgebäude, in dem ein Teil der Knochenfunde gezeigt wird, während die Hauptsammlung in der Paläozoologie der Universität Breslau liegt. Vollständig erforscht ist die Höhle bis heute nicht – bei fast jeder Befahrung finden Speläologen neue Gänge.
Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.
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