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Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau
Museum und Gedenkstätte in Torgau (Sachsen)
Die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau liegt in der sächsischen Stadt Torgau. Sie befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des Jugendwerkhofs, der von 1964 bis 1989 als Gefängnis genutzt wurde. Nach der Privatisierung der meisten Gebäude im Jahr 1996 wurde 1998 in dem verbliebenen Verwaltungsgebäude die Gedenkstätte eingerichtet. Besichtigt werden können Dunkelarrestzellen, der ursprüngliche Innenhof und Reste der Außenmauern. Die Ausstellung erinnert an das repressive System der Jugendhilfe in der DDR und die dortigen Spezialheime. 4000 Jugendliche durchliefen den Jugendwerkhof, ohne Gerichtsbeschluss. Ungeschultes Personal und unmenschliche Behandlungsmethoden führten zu einem katastrophalen Unrechtssystem. Viele ehemalige Betroffene leiden heute unter psychischen und körperlichen Folgeschäden. Die Gedenkstätte bietet Führungen, Zeitzeugengespräche und Projekttage an. Ein Raum zeigt Porträts von Eberhard Mannschatz, Horst Kretzschmar und Margot Honecker. Die Gedenkstätte vermittelt die Geschichte der Jugendwerkhöfe und forscht zu aktuellen repressiven Erziehungsmodellen. Sie bietet auch Wanderausstellungen an. Das Theaterstück „Wer sich umdreht oder lacht …“ wurde 2011 uraufgeführt. Die Gedenkstätte arbeitet mit Wissenschaftlern wie Rainer Eckert und Christian Sachse zusammen. Sie erinnert an die rund 500.000 ehemaligen Heimkinder in der DDR.
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- Art
- Museum, Gedenkstätte
- Ort
- Torgau
- Adresse
- Fischerdörfchen 15, 04860 Torgau
- Erbaut
- 1998
V bližini
- grad Hartenfels312 m
- Torgau. Residenz der Renaissance und Reformation309 m
- Erinnerungsort Torgau. Justizunrecht – Diktatur – Widerstand326 m
- Lapidarium Schloss Hartenfels Torgau327 m
- Standfest. Bibelfest. Trinkfest.328 m
- Flaschenturm Torgau343 m
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