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Přísečnice
Wüstung im böhmischen Erzgebirge, ehemalige Bergstadt
Přísečnice war eine alte Bergstadt im Ústecký kraj in Tschechien, die heute unter dem Wasser der Talsperre Preßnitz versunken liegt. Sie befand sich an der Stelle des heutigen Stausees und gehörte zur Gemeinde Kryštofovy Hamry. Die Stadt lag im Erzgebirge, umgeben von Bergkämmen und Tälern, und war in der Geschichte mehrfach verlegt worden, insbesondere aufgrund kriegerischer Ereignisse. Die ehemalige Stadtfläche umfasste 1290 Hektar und war im 15. Jahrhundert etwa 1,2 km südöstlich des Heegberges angelegt. Die Stadt war ein wichtiger Handelsknotenpunkt mit Verbindungen zu Karlsbad, Annaberg, Kaaden und Komotau. Sie war im 14. Jahrhundert eine Münzstadt und wurde 1545 zur Königlichen freien Bergstadt erhoben. Im Dreißigjährigen Krieg war sie Schauplatz der Schlacht bei Preßnitz, bei der schwedische Truppen stark verloren. 1919 wurde die Stadt der Tschechoslowakei zugeschlagen und verlor an Bedeutung. 1938 kam sie zum Deutschen Reich und wurde 1945 vertrieben. 1973 wurde sie als Drehort für den Film „Traumstadt“ genutzt, und 1976 wurde sie durch die Talsperre unter Wasser gesetzt. Die Region um Přísečnice ist geprägt von Bergbau und natürlichen Formationen. Die Berge wie der Große Spitzberg und der Haßberg sind vulkanischen Ursprungs und bestehen aus Basalt. Die Gegend ist von Bächen und Teichen geprägt, die heute unter dem Stausee liegen. Die Stadt war ein Zentrum für Bergbau und Handel, mit einer Münzstätte und einer Barockkirche. Die Landschaft umfasst mehrere Höhenzüge und Täler, die bis heute die Region prägen.
Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.
- Art
- Wüstung, Bergbaustadt, Katastralgemeinde in Tschechien
- Ort
- Kryštofovy Hamry
- Seehöhe
- 725 m
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