Grabhügel von Dieskau
nicht erhaltener Grabhügel der Frühbronzezeit bei Dieskau in Kabelsketal im Saalekreis (Sachsen-Anhalt)
Der Grabhügel von Dieskau war ein frühbronzezeitlicher Grabhügel der Aunjetitzer Kultur, der sich südlich von Dieskau und östlich des Schlossparks auf einem Feld befand. Er lag in der Gemeinde Kabelsketal im Saalekreis, Sachsen-Anhalt. In der Umgebung wurden weitere Grabhügel wie der Bornhöck bei Raßnitz und der Hallberg zwischen Benndorf und Osmünde gefunden. Die Gegend um Dieskau war ein zentrales Gebiet der Aunjetitzer Kultur, wobei der Bornhöck als einer der größten bronzezeitlichen Grabhügel Mitteleuropas gilt. Die Grabkammer des Hügels war annähernd nord-südlich orientiert und hatte eine Länge von 4,26 Metern sowie eine Breite von 3,34 Metern. Sie war ausgeraubt und stark zerstört, aber genug Reste ermöglichten die Rekonstruktion ihres ursprünglichen Zustands. An den Seiten der Kammer befanden sich Fundamentgruben, die vermutlich für eine Dachkonstruktion aus Holzbohlen gedient hatten. Der Hügel ähnelt in Größe und Aufbau dem Fürstengrab von Leubingen und dem Fürstengrab von Helmsdorf, was auf eine hohe soziale Stellung der Bestatteten hindeutet. Vor Ort erwartet man eine Grabkammer mit Fundamentgruben, die die ursprüngliche Dachkonstruktion symbolisieren. Die Lage des Hügels auf einer Anhöhe und die Umgebung mit weiteren Grabhügeln bieten einen Eindruck von der archäologischen Bedeutung der Region. Die Ausblicke reichen bis zu den umliegenden Feldern und den Schlossparks, während die nähere Umgebung mit archäologischen Fundstellen wie dem Bornhöck verbunden ist.
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- Art
- Hügelgrab, Archäologische Stätte
- Ort
- Kabelsketal
V bližini
- Schloss Dieskau932 m
- Burg Burgliebenau3.5 km
- Reide (Weiße Elster)2.4 km
- Hufeisensee4.8 km
- Genscher-Haus5.5 km
- Bornhöck3.7 km
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