Burg Lingen
abgegangene mittelalterliche Burg der Grafschaft Tecklenburg in Lingen (Ems) im niedersächsischen Landkreis Emsland
Die Burg Lingen war ein mittelalterliches Burggebäude der Grafschaft Tecklenburg in Lingen (Ems), niedersächsischer Landkreis Emsland. Sie entstand aus einem Herrenhof, der erstmals 1227 erwähnt wurde. Die Ausbauarbeiten zur Burg begannen spätestens im 14. Jahrhundert, wobei 1327 erstmals Burgmänner genannt wurden. Die Burg diente hauptsächlich zur Verteidigung des Tecklenburger Besitzes gegen die Bistümer Münster und Osnabrück. Die Burg war zwischen 1498 und 1541 als Residenz der Grafschaft Lingen genutzt worden. 1518 wurde sie vom Münsteraner Bischof erobert, musste aber später an die Tecklenburger zurückgegeben werden. 1607 brannte die Burg aus, wobei der Pulverturm zerstört wurde. Die Schäden wurden wieder repariert, doch ab 1632 wurde die Burg aufgrund der hohen Kosten und der Gefahr durch feindliche Heere niedergelegt. Die Burg Lingen war ursprünglich eine Motte mit Vorburg, wobei keine archäologischen Belege dafür vorliegen. Die Festung wurde in verschiedenen Phasen ausgebaut, bis sie 1632/33 geschleift wurde. 1960 wurde der Pulverturm wiederaufgebaut. Die Festung war mit Rondellen und Bastionen ausgestattet, war durch eine Brücke über einen Wassergraben mit der Stadt verbunden und hatte eine Burgkapelle sowie ein Feste Haus. Heute sind nur kleinere Gebäude an der Stelle des Feste Hauses vorhanden.
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- Art
- Burg
- Ort
- Lingen
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