St. Bonifatius

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St. Bonifatius

Kirchengebäude in Freckenhorst, Stift Freckenhorst

St. Bonifatius ist ein ehemaliges Damenstift mit einer Stiftskirche in Freckenhorst, einem Ort im Kreis Warendorf. Die Anlage entstand um 854 und wurde 1776 offiziell als „hochadeliges, kaiserliches, freiweltliches Stift St. Bonifatius zu Freckenhorst“ bezeichnet. Das Stift war bis 1812 bestehend und hatte bis 1688 einen adeligen Charakter, wobei die Äbtissinnen aus edelfreiem Geschlecht stammten. Die Stiftskirche, die aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammt, ist ein Zeugnis der Bedeutung des Stifts im Mittelalter. Die Stiftskirche war 1129 zur Kollegiatkirche erhoben und bis zur Aufhebung 1812 die Pfarrkirche der Stiftssiedlung. Die Kirche beherbergt das Grabmal der Geva aus dem 12. Jahrhundert sowie den Freckenhorster Taufstein, den bedeutendsten steinernen Taufstein Deutschlands aus dem Hochmittelalter. Zudem sind mehrere Gemälde und Handschriften aus dem Mittelalter erhalten, darunter das Emma-Evangeliar und das Graduale der Oitberga von Langen. Im Inneren der Kirche befindet sich eine Orgel aus dem Jahr 1711, die 1936–1937 elektrisch umgebaut wurde. Die Glocken von St. Bonifatius bilden einen der umfangreichsten Geläutebestände in Nordrhein-Westfalen. Die Glocken 6 und 7 hängen im Dachreiter des Westturm. Die Stiftskirche und ihre Umgebung sind Teil der historischen und kulturellen Landschaft der Region.

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Art
Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Warendorf
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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