Conímbriga

Conimbriga war eine antike römische Stadt im heutigen Portugal, etwa 16 Kilometer östlich von Coimbra und weniger als zwei Kilometer nordöstlich von Condeixa-a-Nova gelegen. Sie lag in einer flachen Landschaft, umgeben von Feldern und Wäldern, und war Teil der römischen Provinz Lusitania. Conimbriga war im römischen Reich eine bedeutende Stadt, die im 1. Jahrhundert v. Chr. erobert und mit öffentlichen Thermen, einem Forum und einer Stadtmauer ausgestattet wurde. Unter Constantius II. erhielt sie Stadtrecht, und es entstand ein großes Forum. Die Stadt war in zwei Bereiche geteilt: ein Villenviertel mit reichen Mosaiken im Norden und ein Wohnbereich der Mittelklasse im Süden. Von den Grabungen wurden bis 2013 etwa zehn Prozent der Stadt ausgegraben. Auf dem Gelände von Conimbriga finden sich heute noch gut erhaltene Stadtmauern, Mosaiken, Fundamente von Häusern und öffentlichen Gebäuden sowie das System der Hypokaustheizungen in den Bädern. Besonders hervorzuheben sind die Grabungen von Virgilio Correia, der unter anderem eine frühchristliche Basilika und mehrere luxuriöse Wohnhäuser mit privaten Thermen entdeckte. Die römische Wassermühle, die erstmals in Conimbriga identifiziert wurde, ist ebenfalls ein bedeutendes archäologisches Relikt.

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