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Michaeliskonvent
klösterliche Gemeinschaft in Lübeck
Der Michaeliskonvent war ein klösterliches Damenhaus in Lübeck, gegründet 1397 von Berthold Segeberg. Die Gemeinschaft lebte unter dem Schutz des Erzengels Michael und war Teil der Schwestern vom gemeinsamen Leben. Sie besaß ein großes Bestand an mittelniederdeutschen Handschriften und war die größte Niederlassung dieser Ordensgemeinschaft im Ostseeraum. Der Konvent war bis 1531 bestehen, bis die Reformation seine Auflösung einleitete. Die Gebäude dienten später als Altenstift und Waisenhaus. 1720 wurde das Gebäude erneuert, und im 19. Jahrhundert änderte sich die Innenausstattung. Seit 2000 ist das Gebäude Teil des Wohnprojekts Aegidienhof. Die Schwestern lebten in einer klösterlichen Gemeinschaft, hatten eine Meisterin als Leitung und betrieben Handwerk wie Spinnen und Weben. Die Bibliothek des Michaeliskonvents umfasst etwa 100 Bände, die sich heute in der Stadtbibliothek Lübeck befinden. Sie sind für die mittelniederdeutsche Sprache von Bedeutung. Zudem sind zwei Memorienbücher aus dem 15. und 16. Jahrhundert im Archiv der Hansestadt verwahrt. Die Schwestern produzierten Handschriften und trugen zur Überlieferung der Literatur bei. In den Räumen des Konvents sind Reste von Wand- und Deckenmalereien sowie Altarschreine aus dem Museum zu besichtigen.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Lübeck
- Erbaut
- 1451
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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