Nordfrankreich

Faïencerie HB-Henriot

Die Faïencerie HB-Henriot steht in Locmaria, dem ältesten Viertel von Quimper im Département Finistère, unmittelbar am Ufer des Odet. Dort begann 1690 Jean-Baptiste Bousquet mit der Töpferei; sein Sohn Pierre richtete 1708 die erste eigentliche Fayencemanufaktur der Stadt ein. Seither wird an derselben Stelle ununterbrochen Geschirr aus Steingut hergestellt. Im 19. Jahrhundert arbeiteten in Locmaria drei Manufakturen nebeneinander: die Grande Maison, aus der die Marke HB hervorging, das Haus Porquier, das ab 1875 mit dem Maler Alfred Beau künstlerisch aufblühte, und eine 1791 gegründete Werkstatt, die ab 1891 unter Jules Henriot geführt wurde. Ihr bekanntestes Motiv ist der petit Breton, die stilisierte Figur eines Bretonen in Tracht, die ab etwa 1860 zum Erkennungszeichen der Quimperer Ware wurde. Bemalt wird von Hand auf die ungebrannte Glasur, mit einer Palette aus Blau, Grün, Gelb, Rot und Violett, die den hohen Brand übersteht. 1969 schlossen sich HB und Henriot zusammen. Nach dem Konkurs von 1983 wechselte der Betrieb mehrfach den Besitzer; seit 2011 führt ihn Jean-Pierre Le Goff. Geformt und bemalt wird weiterhin von Hand, und die Werkstätten lassen sich besichtigen – zu sehen sind das Gießen und Drehen der Rohlinge und vor allem die Malerinnen und Maler bei der Arbeit. Gleich nebenan zeigt das Musée de la faïence de Quimper die Geschichte der Fayenceproduktion anhand von Stücken aus drei Jahrhunderten. Die Führungen richten sich nach den Produktionszeiten des Betriebs.

Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.

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