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Mariendom Linz

Der Mariendom in Linz, auch Neuer Dom oder Mariä-Empfängnis-Dom genannt, ist die größte Kirche Österreichs – nicht die höchste, aber die mit dem größten Fassungsvermögen. Sein Turm misst 134,8 Meter und bleibt damit rund zwei Meter unter dem Stephansdom in Wien; das war Absicht, denn keine Kirche des Reiches durfte den Wiener Dom überragen. Bischof Franz Joseph Rudigier gab den Bau 1855 in Auftrag, als Dank für die Verkündigung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis durch die Bulle Ineffabilis Deus vom 8. Dezember 1854. Den Entwurf lieferte der Kölner Dombaumeister Vincenz Statz, der Grundstein wurde am 1. Mai 1862 gelegt. Der erste Bauabschnitt konnte bereits am 29. September 1869 geweiht werden, die eigentliche Weihe folgte am 1. Mai 1924, fertiggestellt wurde der neugotische Bau 1935 – über siebzig Jahre Bauzeit, weitgehend aus Spenden finanziert. Die Maße sind entsprechend: 130 Meter Länge, 27,5 Meter Breite im Hauptschiff, 5170 Quadratmeter Grundfläche, 142 Fenster, 54 Säulen und 17 Altäre. Zu den bekanntesten Ausstattungsstücken zählen die Linzer Fenster, die die Stadtgeschichte darstellen, und die Rudigierorgel; insgesamt stehen fünf Orgeln im Haus. Der Innenraum wurde 2017 neu gestaltet. Über 633 Stufen erreicht man den höchsten Kirchenaussichtspunkt Österreichs. Neben regulären Besichtigungen gibt es Themenführungen, Taschenlampenführungen am Abend und ein Kinderprogramm im Sommer; während der Gottesdienste ist keine Besichtigung möglich.

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