Süditalien

Fiordo di Furore

Der Fiordo di Furore liegt in der Gemeinde Furore an der Amalfiküste in der Provinz Salerno. Trotz seines Namens handelt es sich nicht um einen Fjord, sondern um eine Ría, eine schmale Meeresbucht, die der Sturzbach Schiato in den Fels gegraben hat. Die Gemeinde zählt 668 Einwohner und gehört seit 1997 als Teil der Amalfiküste zum Welterbe der UNESCO. Nach dem Historiker Camera verdankt Furore seinen Namen der Schroffheit des Ortes: Wenn ein Sturm über das Gebiet fegt, wird das Getöse zwischen den Wänden furchterregend laut. Im Inneren der Bucht liegt eine kleine Ansiedlung, in der Roberto Rossellini und seine Gefährtin Anna Magnani wohnten und den Film L'amore drehten. Ebenfalls in der Schlucht steht die Kirche Santa Caterina alla Ruota. Über die Bucht spannt sich eine Strassenbrücke, die zur Station der Weltmeisterschaft im Klippenspringen geworden ist. Ansonsten ist der Einschnitt ein Stück unverbaute Steilküste zwischen den terrassierten Hängen der Amalfiküste. Die Gemeinde selbst war zur Zeit der Seerepublik Amalfi ein Casale ausserhalb der Stadtmauern; im Spätmittelalter machte sie sich selbständig, wurde Universitas und wählte einen eigenen Bürgermeister. 1532 zählte man 140 Einwohner, 1752 waren es 779, 1861 wieder 707. Früher gab es hier Papier- und Seidenherstellung, Drechslerei und Nudelproduktion, dazu Olivenöl, Landwirtschaft, Viehhaltung und Fischerei. Die Jahresniederschläge liegen über 1.700 Millimetern, verteilt auf durchschnittlich 96 Tage, mit einem sommerlichen Minimum und einem Höhepunkt im Herbst und Winter.

Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.

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