Burg Mauel
Burg in Schleiden, Deutschland
Die Burg Mauel stand in Gemünd, einem Stadtteil von Schleiden im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen. Sie lag vermutlich in der Flur Burgauel, die heute vollständig überbaut ist. Die Burg entstand aus einem Adelssitz und war eng mit der lokalen Eisengewinnung und -verarbeitung verbunden. Das Adelsgeschlecht von Mauel wurde erstmals 1353 als Dienstleister der Herren von Schleiden erwähnt. Die Burg war bis 1542 während der Jülicher Fehde durch kaiserliche Truppen zerstört worden. Der Besitzer Wilhelm von Goltstein setzte die Burg nach 1542 wieder auf. 1594 übernahm Johann Schellart von Obbendorf die Burg durch Heirat. Das Recht zur Eisenhütte, das 1420 erwähnt wurde, spielte eine zentrale Rolle bei der Erwerbung der Burg durch den Freiherrn von Harff 1658. Die Burg war bis 1711 ein Lehensgut und wurde später durch industrielle Betriebe wie eine Eisenhütte, eine Papierfabrik und eine Stahlfabrik ergänzt. An der Stelle der Burg Mauel konnte 1930 nur noch ein einfaches Burghaus mit Treppenturm und Eckturm rekonstruiert werden. Die Burg war ein Beispiel für die Verknüpfung von Adelssitzen mit der Eisenerzeugung in der Region. Die Stahlfabrik, die 1860 nach Düsseldorf verlegt wurde, war Teil eines Unternehmens, das von Albert Poensgen und Friedrich Wilhelm Schoeller geführt wurde.
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- Art
- Burg
- Ort
- Schleiden
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