CerkveMagdeburgBezirk Magdeburg

Sankt-Ulrich-und-Levin-Kirche

nicht erhaltenes Kirchengebäude in Magdeburg

Die St.-Ulrich-und-Levin-Kirche, auch Ulrichskirche genannt, war eine der ältesten Pfarrkirchen Magdeburgs und stand in der Alten Ulrichstraße, heute Ulrichplatz. Sie wurde nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg 1956 gesprengt. Die Fundamente liegen unter einem Blumenbeet, und die Fassaden sind heute von Rasenflächen umgeben. Der Springbrunnen steht südlich des ursprünglichen Standorts. Die Kirche entstand vermutlich im 11. Jahrhundert und wurde 1022 erstmals schriftlich erwähnt. Sie war ein Zentrum der Reformation, wo Nikolaus von Amsdorf und Matthias Flacius tätig waren. Die Ulrichskirche war auch ein Ort für theologische Debatten und wurde während der nationalsozialistischen Zeit von Pfarrer Oskar Zuckschwerdt geprägt. Sie verlor 1945 den Dachstuhl, blieb aber mit den Türmen und Außenwänden erhalten. Im Umfeld der Kirche gab es einen Friedhof, ein Kornmagazin und verschiedene Nebenaltäre. Die Ulrichskirche war ein kulturelles und spirituelles Zentrum, das bis in die DDR-Zeit präsent war. Nach ihrer Zerstörung 1956 wurde das Gelände begrünt und später als Ulrichplatz benannt. Privatinitiativen streben einen Wiederaufbau an, um die Geschichte der Kirche zu dokumentieren.

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Art
Kirchengebäude
Ort
Magdeburg

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