📷 Slika: Wikimedia Commons
KZ Kislau
Konzentrationslager im nationalsozialistischen Deutschland bei Mingolsheim (Baden)
Das KZ Kislau befand sich im Jagd- und Lustschloss Kislau bei Mingolsheim in Baden. Es wurde am 21. April 1933 eröffnet und bis zum 1. April 1939 betrieben. Im Gegensatz zu anderen frühen Konzentrationslagern blieb es dem badischen Innenministerium unterstellt. Das Schloss war bereits seit 1819 eine Strafanstalt und diente bis 1933 als Außenstelle für politische Häftlinge. Zudem war es bis 1939 parallel zum KZ in Betrieb. Das KZ Kislau war ein frühes Lager mit einer Kapazität von 70 Häftlingen, die oft überschritten wurde. Die Häftlinge arbeiteten in der Landwirtschaft oder im Schloss, hatten nur 1,5 Stunden Freizeit und wurden unter strengen Bedingungen behandelt. Bis 1934 wurden etwa 1.800 Fremdenlegionäre als Durchgangslager behandelt. 1934 starb Ludwig Marum durch Mord in der Zelle. Bis 1939 wurden mehr als 1.700 „Schutzhäftlinge“ inhaftiert, darunter prominente Politiker der SPD und KPD. Im Schlosshof steht seit 1985 die Marum-Stele als Gedenkstein für die Opfer. Der Verein Lernort Kislau möchte den historischen Ort in einen Lernort für Demokratiegeschichte verwandeln. Das Projekt umfasst ein Geschichtsportal mit Motion Comics und Quiz-Reihen. Die Förderung durch das Land Baden-Württemberg und lokale Kommunen unterstützt die Arbeit des Vereins.
Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila. Aktualni podatki pri upravljavcu
- Art
- NS-Konzentrationslager, Konzentrationslager
- Ort
- Bad Schönborn
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