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Haus Nordherringen

Burgruine in Deutschland

Das Haus Nordherringen war eine mittelalterliche Wasserburg in Herringen, heute Teil von Hamm. Es lag am Ufer der Lippe, flankiert von dem Herringer Bach im Osten und einem toten Seitenarm der Lippe. Die Burganlage wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen und später von dem Datteln-Hamm-Kanal überbaut. Reste des Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert wurden in der katholischen Kirche eingemauert, die 1771/75 errichtet wurde. Das Haus Nordherringen spielte eine Rolle in der märkischen Landeshoheit. Es wurde erstmals urkundlich 1312 erwähnt und war im 14. Jahrhundert im Besitz der Familie Volenspit. Die Familie stiftete 1312 eine Kapelle, die 1322 geweiht wurde. Die Volenspits verließen das Gut Ende des 14. Jahrhunderts, und ab 1385 wurde es von den Smelings verwaltet. Die Familie Smeling erhielt 1392 das Gut als Mannlehn und baute es weiter aus. Im Bereich des ehemaligen Burggeländes befanden sich Reste der Fundamente der Torcksburg. Die Lippe war im Mittelalter die nördliche Sicherung der Burg. Im Süden lag der Herringer Bach, der eine fast 300 m lange Gräfte bildete. Die Burganlage war im Spätmittelalter nicht besonders groß, wobei die Besitzer das Markenrichteramt innehielten. Die Kapelle zu Nordherringen war für die katholischen Bewohner Herringens wichtig und wurde bis 1775 von den Franziskanerpatern aus Hamm betreut.

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Art
Burg
Ort
Hamm

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