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Franziskanerkloster Göttingen, genannt Barfüßerkloster

im 13. Jahrhundert in Göttingen in Niedersachsen gegründetes Kloster, dessen Gebäude in den 1820er-Jahren abgerissen wurden

Das Barfüßerkloster Göttingen war ein Franziskanerorden in Niedersachsen, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Die Gebäude standen an der Stelle des heutigen Wilhelmsplatzes und umfassten eine Kirche, Klausurbauten und Nebengebäude. Die Kirche lag an der Barfüßerstraße, die nach der Stadtmauer verlief. Die ehemaligen Gebäude wurden im 19. Jahrhundert abgerissen, wobei ein Teil des Areal als Neuer Markt und später als Wilhelmsplatz genutzt wurde. Das Kloster war bis 1533 bestehend, als die Franziskaner aufgrund der Reformation ihr Kloster aufgaben. Die Kirche wurde 1542 leergeräumt und später als Zeughaus und Stall genutzt. Der Barfüßeraltar, ein großer gotischer Altar, wurde nach der Klosterauflösung in die Nikolaikirche verbracht und heute im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover ausgestellt. Die Kirche war 1733/1734 eine Halle mit Langchor, Kreuzrippengewölbe und Kapellennischen. Im Wilhelmsplatzbereich wurden archäologische Funde entdeckt, darunter ein Grabstein des Herzogssohnes Bruno von 1306. Die ehemaligen Klostergebäude wurden im 19. Jahrhundert abgerissen, wobei Steine für Neubauten wiederverwendet wurden. Die Stätte des Barfüßerklosters bildete den Wilhelmsplatz, der heute mit dem Denkmal für Wilhelm IV. versehen ist. Die ehemalige Klosterbibliothek war eine der größten Bettelordensbibliotheken Norddeutschlands.

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Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Göttingen

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