Burgstall Neudürrlas

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OberfrankenBezirk Oberfranken

Burgstall Neudürrlas

Burgruine in Deutschland

Der Burgstall Neudürrlas ist eine abgegangene Turmhügelburg bei Neudürrlas, heute eingemeindet in Thierstein im Landkreis Wunsiedel. Er liegt südlich der Ortschaft, auf dem Weg nach Altdürrlas, am Straßenrand. Die Anlage wird dem 12. Jahrhundert zugeschrieben und ist durch einen hufeisenförmigen Graben umgeben, der ein inneres Plateau schützt. Der Zugang erfolgt über einen Graben, der durch Wallaufschüttungen noch höhenunterschiedlich ist. Das Areal ist heute bewaldet und hat eine natürliche Schutzfunktion durch einen steil abfallenden Hang. Die Anlage wurde im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt und wird als „Schwedenschanze“ bezeichnet, was auf Ereignisse im Dreißigjährigen Krieg hindeutet. Keramikfunde belegen eine Nutzung vom 12. bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts. Im Landbuch von Wunsiedel 1499 wird der Burgstall als „Turnleins“ genannt und als Kontrollpunkt an einer Handelsstraße für Erz- und Holzkohlentransporte bezeichnet. 1585 wurde um den Kirchturm gebeten, da er den Burgstall beeinträchtigen würde. Der Burgstall ist heute ein bewaldetes Areal mit einem Hinweisschild auf die Schwedenschanze. Die Anlage ist durch Graben und Hang geschützt, und im Inneren sind Raumgroße Vertiefungen zu erkennen, die auf Gebäude hinweisen. Die angrenzende Straße wurde von Johann Christoph Stierlein als Verbindungsstraße zwischen Arzberg und Selb beschrieben. Die Ruinenzeichnungen von Stierlein sind heute noch erhalten und zeigen den ursprünglichen Umfang der Anlage.

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Art
Archäologische Stätte, Burgruine
Ort
Thierstein
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland
Viri:Burgstall Neudürrlas (CC0-1.0)

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