Südfrankreich

Mines de Bruoux

Die Mines de Bruoux liegen bei Gargas im Vaucluse, am Nordrand des Luberon zwischen Apt und Roussillon. In diesem Landstrich steht Ockersandstein an, und die Gruben von Bruoux sind als hohe, rot-orange leuchtende Felswand in den Hang geschnitten, hinter der sich das Stollennetz öffnet. Der industrielle Abbau begann hier 1848 und dauerte über ein Jahrhundert; gewonnen wurde Ocker als Farbpigment für Anstriche, Färbereien und Beschichtungen sowie als Zuschlagstoff in der Gummiherstellung. Die Bergleute folgten den Farbadern von Hand und hinterließen ein Labyrinth von insgesamt rund 40 Kilometern Länge. Die Gänge sind ungewöhnlich hoch: Zwischen fünf und zwölf Meter messen die Gewölbe, was den Stollen den Charakter unterirdischer Kathedralen gibt. Seit 2009 ist ein Abschnitt von etwa 700 Metern als Rundgang hergerichtet und nur in geführten Gruppen zugänglich; die Besichtigungen finden zwischen März und November statt, eine Anmeldung ist nötig. Unter Tage bleibt es auch im Hochsommer bei zehn bis zwölf Grad, warme Kleidung gehört also dazu. Rund 33.000 Menschen im Jahr gehen diesen Weg durch die Ockergalerien.

Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.

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