Baraćeve špilje

Die Barać-Höhlen liegen etwa sechs Kilometer östlich von Rakovica bei der Ortschaft Nova Kršlja im kroatischen Karst, unweit der Plitvicer Seen. Das System besteht aus der Unteren, der Oberen und der Neuen, früher Dritten genannten Barać-Höhle; alle Eingänge öffnen sich an der Nordseite des Bergrückens Baraćeva Brina. Der Überlieferung nach geht der Name auf einen Barać zurück, der hier im Zweikampf einen türkischen Riesen bezwungen haben soll. Erste Beschreibungen stammen von I. T. Bunek aus dem Jahr 1874 und von Mijo Kišpatić, der 1885 paläontologische und archäologische Befunde veröffentlichte und die Gründung eines Komitees für Erforschung und Erschliessung anstiess; am 14. August 1892 wurden die Höhlen eröffnet. Josip Poljak legte 1914 die ersten Pläne und Fotografien vor, doch um 1920 gerieten die Höhlen in Vergessenheit. 1999 beschloss der Gemeinderat von Rakovica die Wiederherstellung; seit 2004 sind die ersten 200 Meter der 520 Meter langen Oberen Höhle im Rahmen von Führungen zugänglich. Am Fuss der Brina, zwischen den Eingängen, entspringt die Quelle Baraćevac, die mit zwei kleineren den Bach Kršlja speist; wenige Meter tiefer vereinigt er sich mit der Suvaja. Der Bach durchzieht die Ebene und verschwindet über eine Reihe von Schwinden in der Varićakova špilja, wo er den grössten Teil des Wassers in den Gängen ausmacht. Auch die Suvaja versickert in nächster Nähe in einem Schluckloch und tritt 200 Meter weiter in einer Karstquelle wieder aus. Ab 1983 erschlossen Höhlenforscher in der Umgebung das grosse System Panjkov ponor – Varićakova špilja.

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