Schaubergwerk Oberzeiring
Das Schaubergwerk Oberzeiring im Pölstal geht auf einen mittelalterlichen Silberbergbau zurück, der im 13. Jahrhundert zu den größten der Ostalpen zählte. Der Reichtum machte den Ort bedeutend: König Rudolf I. verlieh 1279 das Marktrecht und 1284 das Recht, den Zeiringer Pfennig zu prägen. Seit dem 18. Jahrhundert hielt sich die Erzählung, das Bergwerk sei bei einer Katastrophe überflutet worden — genannt wurden die Jahre 1158 oder 1365. Neuere Forschung deutet das anders: Um 1400 waren die Lagerstätten wirtschaftlich erschöpft, der Betrieb endete ohne Unglück. Später wurde noch einmal abgebaut, zwischen 1812 und 1886 Eisenerz unter der Familie Neuper, von 1959 bis 1963 Baryt, wobei auch der blaue Aragonit, der Zeiringit, zutage kam. Das Schaubergwerk selbst wurde 1958 mit einem kleinen Museum eröffnet und 2017 zum 750-Jahr-Jubiläum saniert. Eine Besonderheit ist der Heilstollen: Die Luft im Berg ist staub- und schadstofffrei und hat ganzjährig konstante acht Grad, weshalb hier mehrwöchige Kuren bei Atemwegserkrankungen durchgeführt werden. Für Besucher bleibt der Rundgang durch die Stollen mit Museum — festes Schuhwerk und eine Jacke sind wegen der Temperatur angebracht.
Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu.
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