Nordspanien

Las Médulas

Las Médulas ist eine Bergbaulandschaft in der Provinz León, im Gemeindegebiet von Carucedo. Was wie ein Naturwunder wirkt, ein Feld aus rot leuchtenden Erdtürmen und Steilwänden, aus dem Kastanien und Eichen wachsen, ist in Wahrheit das Negativ eines römischen Tagebaus. Hier lag der größte Goldtagebau des Römischen Reiches, in Betrieb etwa von 26 v. Chr. bis zum Beginn des 3. Jahrhunderts. Abgebaut wurde mit der Technik ruina montium: Wasser wurde in Stollen gepresst, bis der Berg von innen heraus barst. Dafür entstand ein Kanalnetz von über 400 Kilometern Länge, einzelne Leitungen maßen mehr als 100 Kilometer. Die Kanäle waren 1,28 Meter breit, in Kurven 1,60 Meter, und 90 Zentimeter tief, ihr Gefälle lag bei 0,6 bis einem Prozent. Das Wasser stammte vom Monte Teleno aus 2.000 Metern Höhe. 1997 nahm die UNESCO die Landschaft in die Welterbeliste auf, 2002 kam der Status als Naturdenkmal hinzu. Der Mirador de Orellán liegt über dem Abbaufeld; von dort führt ein rund 100 Meter langer begehbarer Stollen in den Berg. Fünf Hauptwege zwischen vier und 5,7 Kilometern erschließen das Gelände, dazu Höhlen wie die Cuevona, La Encantada und die Cueva de Reirigo. Am Rand liegt der Lago de Carucedo, entstanden aus den Sedimenten, die der Bergbau ins Tal spülte.

Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu.

V okolí

🗺 Vytvoriť trasu z týchto miest → ← Všetky miesta v Nordspanien

QR-Code

QR fb7e2a5
fb7e2a5