Mähren

Jeskyně Šipka

Die Höhle Šipka öffnet sich am Nordhang des Bergs Kotouč über Štramberk im Bezirk Nový Jičín, auf 440 Metern Höhe in der Štramberská vrchovina. Sie gehört zum Štramberker Karst aus Jurakalk und wurde am 9. Januar 1960 auf 29 Hektar zum nationalen Naturdenkmal erklärt, um die Fundstätte und die Reliktflora zu schützen. Bekannt wurde Šipka 1880 durch den Fund des Unterkiefers eines Neandertaler-Kindes. Karel Jaroslav Maška, damals Gymnasialprofessor in Nový Jičín, stieß bei Grabungen darauf; der Fund ging als Šipka-Kiefer in die Fachliteratur ein, wenige Jahre nach den Funden im Neandertal. Die Grabungen brachten außerdem Steingeräte des Moustérien und des Magdalénien zutage. Menschen hielten sich hier schon vor mehr als 32.000 Jahren auf: Neandertaler in den wärmeren Abschnitten der letzten Eiszeit, später Mammutjäger des Gravettien und Rentierjäger des Magdalénien, belegt durch bearbeitete Knochen, Geweihe und Werkzeuge aus Quarzit, Feuerstein und Bergkristall. Das Eingangsportal misst acht Meter in der Breite und 3,8 Meter in der Höhe. Hinter einem kurzen Gang bildet der längst eingestürzte Deckenbereich den Boden der zwölf Meter tiefen Propástka. Von dort zweigen zwei Gänge ab: links die 19 Meter lange Jezevčí díra, rechts die größere Krápníková jeskyně mit 38 Metern Länge, drei bis vier Metern Breite und bis zu fünf Metern Höhe, an deren Decke Reste des kurz nach der Entdeckung zerstörten Tropfsteinschmucks erkennbar sind. Über 80.000 Knochen und Zähne von Höhlenbär, Höhlenlöwe, Höhlenhyäne, Wollnashorn und Mammut kamen aus den Ablagerungen.

Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu.

V okolí

🗺 Vytvoriť trasu z týchto miest → ← Všetky miesta v Mähren

QR-Code

QR f72fb5c
f72fb5c