📷 Obrázok: Wikimedia Commons
Kanonissenstift Oedingen
ehemaliges Stift in Lennestadt-Oedingen
Das Damenstift Oedingen war ein Damenklöster im heutigen Stadtteil Oedingen von Lennestadt. Es wurde um das Jahr 1000 von Gerberga von Burgund gegründet, der Witwe des Grafen Hermann I. von Werl, und bestand bis 1533. Die Stiftung wurde von Kaiser Otto III. bestätigt und erhielt weitreichende Rechte, ähnlich wie die Stifte Essen und Quedlinburg. Die Stiftsdamen konnten ihre Äbtissin und Vogt selbst wählen und besaßen ein eigenes Privatvermögen. Das Damenstift war eine reine Familienstiftung, die von adeligen Familien genutzt wurde, um ihre Töchter zu versorgen. Die Äbtissinnen stammten oft aus dem Grafenhaus von Werl oder Arnsberg. Die Stiftung war bis 1368 unabhängig, bis der letzte Graf von Arnsberg den Schutz verlor und das Stift an die kirchliche Oberhoheit abgeben musste. Die letzte Äbtissin war Agnes von Arnsberg, die 1272 den Tausch von Bauernhöfen mit dem Kloster Oelinghausen genehmigte. Im Stift lebten adelige Damen, die kein Gelübde ablegen mussten. Die Stiftskirche war 1670 bereits verfallen, und die Reliquien wurden in die Pfarrkirche übertragen. Die Stiftung wurde 1533 aufgelöst, und die Zehnte ging an die Werler Ratsschule. Die Stiftung war eng mit der Region verbunden und hinterließ eine reiche urkundliche Tradition.
Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu. Aktuálne údaje u prevádzkovateľa
- Art
- Kloster, Stift, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Lennestadt
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