KláštorySchottland, Wales und Nordirland

Arbroath Abbey

Arbroath Abbey ist die Ruine einer Benediktinerabtei in der Hafenstadt Arbroath an der Ostküste Schottlands, in der Council Area Angus. Gegründet wurde sie 1178 auf Betreiben von König Wilhelm dem Löwen durch Mönche aus der Abtei Kelso und 1197 geweiht; heute ist sie nationales Denkmal in der Obhut von Historic Scotland. Berühmt wurde das einst reichste Kloster Schottlands durch die Deklaration von Arbroath, die schottische Unabhängigkeitserklärung vom 6. April 1320. König Wilhelm, der vor dem Hochaltar bestattet wurde, hatte die Abtei grosszügig ausgestattet, unter anderem mit den Einnahmen aus 24 Pfarrbezirken, mit Marktrecht und der Erlaubnis zum Bau eines Hafens. Nach der Reformation verfiel der Bau, ab 1580 dienten seine Steine als Baumaterial in der Stadt; 1809 wurde auf Betreiben von Robert Stevenson das grosse Rundfenster wiederhergestellt. Der kreuzförmige Grundriss der Kirche misst 84 mal 49 Meter, gebaut aus rotem Sandstein. Erhalten sind die Sakristei des 15. Jahrhunderts, das südliche Querschiff mit den grössten Spitzbogenfenstern Schottlands, Teile des Chores, die südliche Hälfte des Kirchenschiffs sowie Reste der Westtürme. Das runde Fenster im Querschiff wurde nachts beleuchtet und diente der Schifffahrt als Signal. Dazu kommen das Pförtnerhaus und das Wohnhaus des Abtes, das besterhaltene seiner Art im Land, sowie ein 2001 eröffnetes Besucherzentrum mit einem massstabgetreuen Modell der Anlage.

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