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Dover Castle

Dover Castle steht auf den Höhen über der Hafenstadt Dover. Wegen ihrer verteidigungstechnischen Bedeutung wurde die Burg als „Schlüssel zu England“ bezeichnet. Auf dem höchsten Punkt der Anlage stehen zwei Bauten, die älter sind als die Festung selbst: die Ruine eines römischen Leuchtturms und die ursprünglich sächsische Kirche St Mary in Castro. Der einfriedende Erdwall stammt aus dem 13. Jahrhundert und liegt über einem älteren, den Archäologen der Mitte des 11. Jahrhunderts zuordnen – womöglich der Standort der Erdwallfeste Wilhelms des Eroberers. Nach der Schlacht von Hastings 1066 zog Wilhelm über Romney und Dover nach Westminster. Wilhelm von Poitiers berichtet, die Normannen hätten die Burg in Brand gesetzt; der Herzog bezahlte die Reparaturen und liess acht Tage lang neue Befestigungen errichten. Ihre heutige Gestalt erhielt die Anlage unter Heinrich II.: Baumeister Maurice the Engineer errichtete sie zwischen 1168 und 1178, aus dieser Zeit stammen der innere und der äussere Hof sowie der grosse rechteckige Bergfried, einer der letzten seiner Bauart. Im Ersten Krieg der Barone bot der Adel dem französischen Prinzen Ludwig VIII. die englische Krone an. Im Mai 1216 landete er mit einem Heer in Südostengland und wandte sich am 25. Juli gegen Dover Castle, dessen Besatzung unter dem königlichen Justiziar Hubert de Burgh vorbereitet war. Die Angreifer unterminierten den Wachturm und brachen eine Bresche, wurden aber zurückgeschlagen; die Verteidiger verbarrikadierten die Lücke mit Baumstämmen. Nach drei Monaten Belagerung rief Ludwig am 14. Oktober einen Waffenstillstand aus.

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