KláštorySchottland, Wales und Nordirland

Jedburgh Abbey

Jedburgh Abbey ist die Ruine eines Augustinerklosters in der Kleinstadt Jedburgh in den Scottish Borders. Sie liegt auf rund 87 Metern Höhe am Jed Water, einem Zufluss des River Teviot, etwa zehn Kilometer nordwestlich der englischen Grenze; im Umkreis von rund 20 Kilometern stehen die Abteiruinen von Melrose, Kelso und Dryburgh. 1118 rief David I. Augustinermönche aus dem französischen Bouhy hierher. Das Haus war zunächst Priorei und wurde nach dem Tod des Königs um 1147 selbständige Abtei, geweiht der Jungfrau Maria. Kirchenschiff und Chor entstanden im 13. Jahrhundert; 1285 heiratete Alexander III. hier Yolande de Dreux. Die Grenzlage forderte ihren Preis: 1296 musste der Abt Eduard I. Gefolgschaft schwören, danach wurde die Abtei geplündert, in den Jahren 1410, 1416, 1464 und 1523 mehrfach zerstört. Mit dem Beginn der Reformation um 1560 endete das Klosterleben. Die Kirche blieb als Gotteshaus der reformierten Gemeinde in Gebrauch, bis 1671 ein Teil des Hauptschiffs und 1871 der ganze Bau aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. 1917 ging die Anlage an den Staat und wird heute von Historic Scotland betreut. Zu sehen ist der dreigeschossige Wandaufriss der frühen Gotik mit nur leicht angespitzten Bögen, dazu der schmucklose, zur Kirche hin offene Vierungsturm und die Westfassade mit gestuftem Rundbogenportal unter einer zwölfblättrigen Fensterrose. Im späten 15. Jahrhundert gründeten die Mönche die Jedburgh Grammar School.

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