Paço dos Duques de Bragança
Der Paço dos Duques de Bragança ist ein Nationalpalast im historischen Zentrum von Guimarães im Nordwesten Portugals. Errichten ließ ihn im 15. Jahrhundert Afonso, Graf von Barcelos und späterer erster Herzog von Bragança, anlässlich seiner zweiten Ehe mit Constança de Noronha. Der burgundisch geprägte Bau spiegelt Eindrücke wider, die der Bauherr auf Reisen an europäischen Höfen gewonnen hatte. Seit 1910 ist der Palast Nationaldenkmal. Bewohnt wurde er im Wesentlichen im 15. Jahrhundert; 1442 war er noch im Bau, als der Regent Pedro hier weilte und seinem Halbbruder den Herzogstitel verlieh. Nachdem die Herzöge nach Vila Viçosa übergesiedelt waren, verfiel die Anlage; im 19. Jahrhundert diente sie als Steinbruch. Ab 1807 wurde der Bau als Kaserne genutzt, was bis 1935 so blieb. Zwischen 1937 und 1959 folgte ein umfangreicher, bis heute umstrittener Wiederaufbau nach einem Entwurf des Architekten Rogério de Azevedo. Am 25. Juni 1959 wurde der Palast offizielle Residenz des Staatspräsidenten im Norden des Landes, am 26. August desselben Jahres öffnete er als Museum. Heute liegt das Museum im ersten Obergeschoss, an der Hauptfassade im zweiten Obergeschoss ein Flügel der Präsidentschaft, im Erdgeschoss Räume für kulturelle Veranstaltungen. Die Sammlung umfasst flämische und französische Bildteppiche, orientalische Teppiche, Möbel, chinesisches Porzellan sowie Gemälde, darunter ein Josefa de Óbidos zugeschriebenes Osterlamm und ein Bildnis der Catarina de Bragança. Mit 366.514 Eintritten im Jahr 2022 und 376.331 Besuchen 2024 zählt der Palast zu den meistbesuchten Denkmälern Nordportugals.
Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu.
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