Tour Grise
Die Tour Grise in Verneuil d'Avre et d'Iton ist ein Bergfried aus dem frühen 13. Jahrhundert und ein Bauwerk mit klarem politischem Auftrag. König Philipp II. August ließ ihn 1204 errichten, unmittelbar nachdem er das Herzogtum Normandie erobert und der englischen Krone entrissen hatte. Der Turm markierte die neue Ordnung an einer empfindlichen Stelle – Verneuil liegt an der Grenze zum Perche und damit an der Nahtstelle zwischen der Normandie und dem übrigen Frankreich. Seinen Namen verdankt er dem Baumaterial: dem bräunlichen Stein, der hier Grison heißt. Die Lage an der Grenze hat sich später blutig bestätigt. 1424 kam es bei Verneuil zu einer der großen Schlachten des Hundertjährigen Krieges: rund 11.000 Franzosen und etwa 7.000 Schotten standen 14.000 Engländern gegenüber. Vom zugehörigen Schloss, das im 17. Jahrhundert teilweise abgetragen wurde, sind nur die Überreste der sogenannten Fauconnerie geblieben. Der Bergfried selbst hat als einziger großer Bauteil überdauert und beherrscht bis heute das Stadtbild. Für den Besuch sollte man etwa eine Stunde einplanen. Geöffnet ist im Sommerhalbjahr, von Anfang Juli bis Ende September, an den meisten Wochentagen; außerhalb dieser Zeit ist der Turm nur von außen zu sehen. Für Familien wird durchgehend ein Schatzsuchspiel angeboten, das den Rundgang für Kinder trägt. Der Turm liegt im Zentrum von Verneuil und lässt sich gut mit einem Gang durch die Altstadt verbinden.
Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu.
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