Schleswig-HolsteinBezirk Schleswig-Holstein

Medemsand

ehemalige Insel in der Elb-Mündung

Die Medemsand-Insel war eine kleine, künstlich angelegte Insel in der Elb-Mündung an der schleswig-holsteinischen Küste, gegenüber von Otterndorf in Niedersachsen. Sie lag in der Region der Elbmündung, wo der Fluss Medem in die Elbe mündet. Die Insel gehörte zum Kreis Dithmarschen und wurde vom Wasserwirtschaftsamt Brunsbüttel verwaltet. Sie war durch Unterspülung der Medemrinne abgetragen worden und existiert heute nicht mehr. Die Insel wurde kurz vor dem Zweiten Weltkrieg als Flak-Vorposten angelegt und diente als vorgeschobene Flak-Station bei Luftangriffen auf Hamburg. Flak-Geschütze, Bunker und ein 7 m hoher Stahlturm standen dort. Ein Funkpeilstation und ein Würzburg-Riesen wurden stationiert. Nach dem Krieg wurden Sprengungen durchgeführt, die die Insel zerschnitten. Die Überreste wie Bunker und Basaltblöcke blieben bis in die 1950er Jahre sichtbar. Die Insel wurde durch die Nordwanderung der Medemrinne und die ständige Unterspülung zerstört. Bis 1987 war die Oberfläche bei Hochwasser um 50 cm überspült. Heute sind nur Basaltblöcke und Pfahlreste sichtbar. Sie wird als Schiffahrthindernis betrachtet. Die Region um die Elbmündung ist ein Lebensraum für Seehunde, und die Medemrinne wird durch eine geplante Elbvertiefung verändert.

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Art
Insel
Ort
Schleswig-Holstein

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