Schleswig-HolsteinBezirk Schleswig-Holstein

Holstein-Pinneberg

historisches feudales Territorium

Die Grafschaft Holstein-Pinneberg war ein kleines Territorium im heutigen Schleswig-Holstein, das von 1290 bis 1640 bestand. Sie entstand durch die Teilung der Grafschaft Holstein-Itzehoe und fiel an Adolf VI., den dritten Sohn Gerhards I. Die Linie der Grafen von Schauenburg und Holstein erhielt auch die Grafschaft Schauenburg im Norden des Weserberglandes. Die Residenzen der Grafen lagen meist in Schaumburg, Bückeburg und Stadthagen, nicht direkt in Pinneberg. Die Grafschaft war bis 1640 bestehend, bis sie nach dem Aussterben der Schaumburger Linie aufgeteilt wurde. Der südliche Teil wurde dem Herzogtum Holstein angegliedert, während der nördliche Teil als Grafschaft Rantzau existierte. Die Grafen von Holstein-Pinneberg regierten über mehrere Jahrhunderte, unter ihnen Adolf VI., Otto I. und Adolf XIII., der auch Erzbischof von Köln war. Die Linie endete 1640, als die Grafen ausstarben. In Pinneberg gab es ursprünglich eine romanische Burg, die 1370 von Adolf VIII. erobert wurde. 1472 wurde sie durch ein Renaissanceschloss ersetzt, das später zur Festung ausgebaut wurde. Das Schloss brannte 1658 nieder und wurde 1720 abgerissen. Heute steht ein Modell des Schlosses im Pinneberg Museum. Die Burginsel, auf der die ursprüngliche Burg stand, ist heute von der Bahnlinie Elmshorn überquert.

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Art
Grafschaft, ehemalige gebietsmäßige Einheit
Ort
Schleswig-Holstein
Erbaut
1290

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