Südfrankreich

Phare de Cordouan

Der Phare de Cordouan steht sieben Kilometer vor der Küste in der Mündung der Gironde, auf dem Plateau de Cordouan, einer Bank, die erst bei Ebbe sichtbar wird. Er markiert die Grenze zwischen den Départements Gironde und Charente-Maritime und gehört verwaltungsmäßig zu Le Verdon-sur-Mer im Médoc. Rundum liegt offenes Wasser: Der Turm steht allein zwischen Fluss und Atlantik, an einer Stelle, an der Strömungen und Sandbänke die Einfahrt nach Bordeaux seit jeher gefährlich machten. Gebaut wurde er ab 1584 nach den Plänen des Ingenieurs Louis de Foix; fertig war er 1611, siebenundzwanzig Jahre nach der Vertragsunterzeichnung. Er ist damit der älteste noch in Betrieb stehende Leuchtturm Frankreichs. Der Turm misst 68 Meter, hat einen Sockeldurchmesser von 16 Metern und ist aus weißem Kalkstein der Saintonge gemauert; 301 Stufen führen hinauf zur Laterne. 1790 erhöhte der Ingenieur Joseph Teulère das Bauwerk um 30 Meter und richtete das erste Drehfeuer mit Parabolspiegeln ein. Seit Juli 2021 gehört Cordouan zum Welterbe der UNESCO. Innen verteilt sich das Bauwerk auf sechs Geschosse mit königlichem Gemach, das nie ein König bewohnte, dem Salle des Girondins und einer geweihten Kapelle, deren Buntglasfenster von 1855 stammen und in der Trauungen stattfinden. Erreichbar ist der Turm nur per Boot, und praktisch nur um die halbe Ebbe herum, wenn die Bank trockenfällt. Besichtigt wird zwischen April und Oktober, mit rund 24.000 Besuchern im Jahr; in den oberen Geschossen dürfen sich höchstens dreißig Personen gleichzeitig aufhalten.

Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu.

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