Arheološki park Vižula

Vižula ist eine kleine Halbinsel an der Südspitze Istriens, die vom Küstenort Medulin in eine Bucht der Adria hineinragt. Ihre Fläche beträgt etwa 0,24 Quadratkilometer. Bekannt ist sie durch die Ausgrabungsstätte, die zu den bedeutendsten Kroatiens zählt; seit 1974 steht die Halbinsel unter Denkmalschutz, die freigelegten Fundamente sind zugänglich. Besiedelt war der Ort vom Neolithikum bis ins frühe Mittelalter; 1969 wurde ein Teil einer jungsteinzeitlichen Siedlung mit Hütten aus Flechtwerk und Lehm untersucht. Im Mittelpunkt steht eine römische Küstenvilla des 1. und 2. Jahrhunderts an der Westseite. Freigelegt sind eine Säulenhalle zum Meer hin, schwarz-weisse Mosaikböden, Becken und Zisterne, Reste eines Thermenbereichs sowie Kanalisationen aus Blei und Mauerwerk. Der Bau steht terrassiert am Ufer, ein Teil liegt heute unter Wasser, wo sich auch Reste einer Anlegestelle abzeichnen. Drei Bauphasen mit Zwischenstufen lassen sich zwischen dem 1. und 6. Jahrhundert unterscheiden. Grabung und Konservierung liegen seit 1995 beim internationalen Forschungszentrum für Archäologie Brijuni–Medulin der Universität Zagreb. Auf der Landenge Burle wurde zwischen 1979 und 2000 in drei Etappen ein Teil der Nekropole untersucht. In der ersten kamen 312 Brand- und Körpergräber des 1. bis 6. Jahrhunderts zutage: in Amphoren, direkt in der Erde, in Felsmulden, mit Steinplatten ausgekleidet oder gemauert. Weitere 272 Gräber folgten, darunter zwei Bleisärge. Die reichen Beigaben – Glasflaschen, Schreibgerät, ein Bronzesiegel, goldener Schmuck mit Halbedelsteinen – deuten auf eine gehobene Stellung der Bestatteten.

Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu.

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