Schweden und Finnland

Falu Gruva

Das Bergwerk von Falun, schwedisch Falu gruva, liegt am Tiskasjöberg unmittelbar bei der Stadt Falun in Dalarna. Der Kupferabbau begann wahrscheinlich im 9. Jahrhundert und ist seit dem 13. urkundlich belegt; 1992 stellte die Stora Kopparbergs Bergslags AB den Betrieb ein. Heute ist die Grube ein Museum und seit 2001 Teil des Welterbes Falun-Kopparbergslagen. Ihre Blütezeit hatte die Grube im 17. Jahrhundert, als sie für zwei Drittel der weltweiten Kupferproduktion stand und zugleich der grösste Gold- und zweitgrösste Silberproduzent Schwedens war. Weil planlos abgebaut wurde, kam es immer wieder zu Einstürzen; am 25. Juni 1687 brach ein grosser Teil ein, und weil der Tag auf Mittsommer fiel, kam niemand ums Leben. Die dabei entstandene Pinge Stora Stöten ist 95 Meter tief und 350 Meter breit. Weitere Brände und Wassereinbrüche sind für 1666, 1760, 1764, 1799, 1847 und 1899 verzeichnet. Schon früh war die Grube ein Reiseziel; Berichte liegen unter anderem von Carl von Linné vor, der sie 1734 besuchte, sowie von Johann Beckmann und Hans Christian Andersen. Linné beschrieb das Feuersetzen unter Tage, die aufsteigenden Schwefelgase und das Rösten des Kupferkieses an etwa 200 Stellen im Freien, das die Vegetation fast vollständig vernichtete. Bekannt wurde auch der 1677 verschwundene Bergmann Fet Mats Israelsson, dessen durch Kupfervitriol konservierter Leichnam 1719 gefunden wurde und E. T. A. Hoffmann zu der Erzählung Die Bergwerke zu Falun anregte. Aus dem Bergbau stammen zudem das Farbpigment Falunrot und die Wurst Falukorv.

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