Ofotbanen
Die Ofotbahn ist eine Eisenbahnstrecke zwischen Narvik und der schwedischen Grenze im Norden Norwegens. Betrieblich gehört sie zur Erzbahn zwischen Luleå und Narvik. Von Narvik bis zur Reichsgrenze misst sie 43 Kilometer und durchfährt dabei zwanzig Tunnel. Den Hauptteil des Verkehrs bilden Erzzüge, die Erz und Pellets aus den Gruben von Kiruna heranbringen. Jährlich werden auf der Strecke 15,9 Millionen Tonnen Güter befördert – gemessen in Tonnen mehr als der gesamte übrige Schienengüterverkehr Norwegens zusammen. Der Erzverkehr begann im Herbst 1902; offiziell eingeweiht wurde die Bahn am 14. Juli 1903 durch König Oscar II. Der Anlass für den Bau lag in Schwedisch-Lappland: Die Erzfelder von Kirunavaara und Luossavaara gehören zu den grössten der Welt und waren bereits im 18. Jahrhundert bekannt, doch fehlten Strassen und ein naher Hafen. Im 19. Jahrhundert standen als Transportmittel nur Rentiere und die Flüsse zur Verfügung; eine Eisenbahn konnte so viel Erz befördern wie Tausende von Rentieren. Auch die Verschiffung über den Bottenwiek war nicht ideal. Die Erzzüge verkehren rund um die Uhr und das ganze Jahr. Daneben fahren täglich zwei Personenzugpaare nach Schweden sowie Güterzüge zwischen Narvik und dem Terminal Alnabru bei Oslo, die den Umweg über Schweden nehmen. Eigentümerin und Betreiberin der Infrastruktur ist Bane NOR; wegen der schweren Züge ist der Unterhaltsbedarf hoch. Die Strecke führt durch eindrückliche Landschaft am Rombaksfjord und durch das Norddalen entlang; zwischen Søsterbekk und der Grenze verläuft sie im Hochgebirge.
Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu.
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