Böhmen

Památník Terezín

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Die Gedenkstätte Terezín erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Sie wurde 1947 von der tschechoslowakischen Regierung als Gedenkstätte des nationalen Leidens gegründet und hat ihren Hauptsitz in der Kleinen Festung, die östlich der Eger vor der Stadt Terezín liegt. Zur Gedenkstätte gehören außerdem der Nationalfriedhof vor der Festung, das Ghettomuseum in der ehemaligen Magdeburger Kaserne, der jüdische Friedhof mit Krematorium sowie ein Kolumbarium. Die Kleine Festung entstand zwischen 1780 und 1790 unter Kaiser Josef II. und diente schon bald als Gefängnis; im Ersten Weltkrieg saßen hier politische Häftlinge ein, unter ihnen Gavrilo Princip. Im Juni 1940 richtete die Gestapo in der Anlage ein Gefängnis ein, im Juni 1942 kam eine Frauenabteilung hinzu, 1943 ein vierter Hof. Auf dem Hinrichtungsplatz starben im Zweiten Weltkrieg etwa 250 Häftlinge; am 2. Mai 1945 wurden dort 52 junge Angehörige der Widerstandsgruppe Předvoj erschossen. Nach dem Krieg wurden 601 Tote exhumiert und auf dem Nationalfriedhof bestattet. Der Rundgang dauert je nach Interesse ein bis drei Stunden und folgt dem Weg der Gefangenen: vom ersten Hof, in dem sie Papiere und Kleidung abgeben mussten, durch das Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ zu den Zellenblöcken A und B, weiter zur Krankenstation und den Leichenkammern an der Bastion und durch einen 500 Meter langen Tunnel im Festungswall zum Hinrichtungsplatz. Eigene Ausstellungen behandeln Milada Horáková und das Konzentrationslager Litoměřice, ein Kino zeigt Filme zur Geschichte des Ortes.

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