Augustinerchorfrauenstift Lübeck

📷 Immagine: Wikimedia Commons

MonasteriBezirk Lübeck

Augustinerchorfrauenstift Lübeck

ehemaliges Kloster der Augustinerinnen

Das St.-Annen-Kloster in Lübeck war ein Augustinerinnenkloster, das zwischen 1502 und 1515 im spätgotischen Stil gebaut wurde. Es liegt in der südöstlichen Altstadt, unweit der Aegidienkirche und der Synagoge. Die Kirche und das Kloster wurden zu Ehren der Heiligen Anna geweiht und von Lübecker Bürger finanziert, deren unverheiratete Töchter dort untergebracht werden sollten. Die Stifter, wie Berend Bomhover und Johann Salige, hinterließen Vermächtnisse, die das Kloster finanziell unterstützten. Das Kloster wurde 1532 geschlossen, nachdem die Reformation in Lübeck eingetreten war. Die letzten Nonnen verließen das Kloster 1542. Später wurde die Klosterkirche als Armenhaus genutzt, das 1601 als ein erstes kombiniertes Armen- und Werkhaus eingerichtet wurde. Es versorgte bis zu 1000 Bedürftige und beherbergte Waisenkinder. Die Räume wurden später als Zuchthaus und Ausgabestelle für Armenspeisung genutzt, bis sie 1915 als St.-Annen-Museum für Kunst und Kulturgeschichte übergeben wurden. Im Erdgeschoss des Klosters sind viele Räume aus der Erbauungszeit erhalten, darunter der Kreuzgang, die Refektorien und der Kapitelsaal. Die Fassade der ehemaligen Klosterkirche mit einem prächtigen Portal und der Treppenturm sind noch vorhanden. Die Kirche wurde 1875 bis auf Fragmente abgerissen, während die restlichen Gebäude bis 1908 als Zuchthaus genutzt wurden. Heute ist das St.-Annen-Kloster ein Teil des Lübecker Museums für Kunst- und Kulturgeschichte.

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Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Lübeck
Erbaut
1515
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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