Torre di Hércules

📷 Immagine: Wikimedia Commons

Torre di Hércules

römischer Leuchtturm in Spanien

Über dem Atlantik, am Rand von A Coruña in Galicien, steht ein Leuchtturm aus dem 2. Jahrhundert. Er gilt als Wahrzeichen der Stadt und taucht sogar in deren Wappen auf, neben sieben Muschelschalen, die auf den heiligen Jakobus verweisen. Rund zwei Kilometer weiter südlich liegt der Hafen. Bemerkenswert ist weniger das Alter als der Umstand, dass der Turm nie außer Dienst ging: Er führt ein weißes Blitzfeuer mit vier Blitzen und einer Wiederkehr von 20 Sekunden, die Nenntragweite beträgt 23 Seemeilen. Damit ist er das älteste noch arbeitende Sichtzeichen der Seeschifffahrt. Seinen Dienst nahm er um 110 unter Kaiser Trajan auf. Ein Eckstein am Fuß trägt eine Weihung an den Gott Mars und nennt als Erbauer den Architekten Gaius Sevius Lupus aus Aeminium, dem heutigen Coimbra. Schriftlich erwähnt wird das Bauwerk zuerst bei Paulus Orosius, der um 415 bis 417 von einem sehr hohen Leuchtfeuer der galicischen Stadt Brigantium berichtet. Sein heutiges Aussehen verdankt der Turm einer Überarbeitung zwischen 1788 und 1791: Unter König Karl IV. legte Eustaquio Giannini eine klassizistische Hülle um den antiken Kern. Rund 55 Meter ragt er auf, sein Standort selbst liegt bereits 112 Meter über dem Meer, und wer den Blick über den Atlantik sucht, steigt 242 Stufen hinauf. Seit Ende Juni 2009 gehört die Anlage zum Welterbe der UNESCO. Eine Sage erzählt es anders: Herkules soll hier drei Tage und drei Nächte mit dem Riesen Geryon gerungen und aus Dankbarkeit den Turm aus dem Felsen errichtet haben.

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Art
Wehrturm, Monument, Leuchtturm, Römischer Leuchtturm Dover
Ort
A Coruña
Erbaut
100
Baustil
Römische Architektur
Denkmalstatus
bien de interés cultural
Fonti:Herkulesturm (CC0-1.0)

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