📷 Immagine: Wikimedia Commons
Stalag VI A
Stammlager für Kriegsgefangene in Hemer, Westfalen
Das Stammlager VI A war ein Kriegsgefangenenlager in Hemer, Westfalen, das von 1939 bis 1945 bestand. Es lag auf dem Gebiet, das später von der Blücher-Kaserne genutzt wurde. Das Lager war eines der größten im Dritten Reich und galt als „Sterbelager“, insbesondere für sowjetische Gefangene. Mehr als 200.000 Gefangene wurden durch das Lager geschleust, wobei die Zahl der Insassen bis April 1945 auf 100.000 stieg. Das Lager war in acht Blockbauten und Baracken unterteilt, umgeben von einem doppelten Zaun aus Holzpfählen und Stacheldraht. Die ersten beiden Blöcke enthielten die Verwaltung und Kommandanten. Block 3 war für Handwerker gedacht, Block 4 für Sowjets und Italiener, Block 5 als Totenraum, Block 6 für Franzosen, Polen und Belgier. In den Räumen wurden Operationen durchgeführt, und die sanitären Anlagen waren von Anfang an in schlechtem Zustand. Die Gefangenen wurden in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, später im Ruhrbergbau. Die meisten Sowjets wurden dort arbeiten, weshalb das Lager 1942 in ein „Sonder-Mannschaftsstammlager für den Ruhrbergbau“ umgewandelt wurde. Nach der Befreiung durch die US-Armee im April 1945 wurde das Gelände als Camp Roosevelt genutzt, bis die belgische Besatzungsmacht und später die Bundeswehr den Standort übernahmen. Heute ist das Gelände als Sauerlandpark Hemer bekannt.
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- Art
- Stammlager, Kriegsgefangenenlager
- Ort
- Hemer
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