Heinrich-Bernhard-Höhle
Mittelhöhle im Oestertal
Die Heinrich-Bernhard-Höhle ist eine nicht touristisch erschlossene Mittelhöhle im Oestertal bei Plettenberg-Lettmecke im Sauerland. Sie liegt in einem tiefen mitteldevonischen Korallenkalk und ist als Bodendenkmal, Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet ausgewiesen. Die Höhle hat eine Größe von 0,04 ha und verläuft über drei Etagen. Der tiefste Punkt liegt 21 Meter unter dem Eingangsniveau, und der Eingang ist 20 Meter über der Talsohle. Die Höhle wurde 1934 von Bernhard Klein und Heinrich Decker entdeckt und bis 1942 gemeinsam erforscht. Nach dem Tod von Heinrich Decker setzte Klein die Arbeiten alleine fort. 1949 führte Professor Franz Lotze erste wissenschaftliche Untersuchungen durch. 1988 wurde die Höhle vollständig vermessen. Sie wurde 1951 nach den Entdeckern umbenannt und 1985 als Naturdenkmal ausgewiesen. 2004 wurde sie als FFH-Gebiet und 2012 als Naturschutzgebiet neu ausgewiesen. Die Höhle ist Lebensraum des Höhlenkrebses Niphargus fontanus und Teil der Rotbuchenwälder. Sie ist durch eine Metalltür geschützt, lediglich für Fledermäuse ist der Zugang freigegeben. Die Höhle verfügt über eine Gesamtganglänge von 192 Metern, mit Hohlräumen von 1,10 bis 9 Meter Höhe. Im unteren Bereich tritt Grundwasser aus. Die Höhle ist Teil des Natura 2000-Netzwerks und unterliegt strengen Schutzvorschriften.
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- Art
- Höhle, Naturdenkmal in Deutschland
- Ort
- Plettenberg
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal in Nordrhein-Westfalen
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