Weißfrauen-/Cölestinerinnenkloster (Magdalenerinnen) Aachen
Kloster in Deutschland
Das Weißfrauenkloster Aachen war eine Niederlassung der Magdalenerinnen, die ab dem 13. Jahrhundert in der Jakobstraße ansässig waren. Es lag zwischen Jakobstraße und Bendelstraße und wurde 1245 erstmals urkundlich erwähnt. Die Anlage wurde mehrfach erweitert und im 17. Jahrhundert nach einem Stadtbrand komplett neu gebaut. Die Cölestinerinnen aus Düsseldorf übernahmen 1729 die Anlage und nutzten sie bis zur Säkularisation 1802. Das Kloster war bekannt für seine Aufnahme von gefährdeten Frauen und später auch adeliger Jungfrauen. Es besaß eine Kapelle mit vier Altären, die für die Seelenruhe der Erschlagenen gespendet wurden. Zudem gab es ein Sühnedenkmal am Paubachufer, das später in die Kirche integriert wurde. Die Anlage wurde mehrfach renoviert, blieb aber finanziell und in der Gemeinschaft geschwächt. Die Cölestinerinnen übernahmen die Anlage, nachdem die Magdalenerinnen aufgrund von Streitigkeiten und finanziellen Schwierigkeiten aufgab. Nach der Säkularisation 1802 wurde das Gebäude zunächst von der Vorgängerdienststelle des Landesvermessungsamtes genutzt und später von Ignaz van Houtem als Wollmagazin übernommen. 1848 wurde das Gelände an den Orden der Schwestern vom armen Kinde Jesus verkauft, der eine neue Kapelle errichtete. Die alten Altäre wurden abgenommen, und lediglich eine Rundbogentür und eine Grabplatte erinnern noch an das Kloster.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Aachen
- Erbaut
- 1237
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