Deutsches Museum
Das Deutsche Museum auf der Münchner Museumsinsel ist eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. Auf 66.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche reicht das Spektrum von Bergbau und Kraftmaschinen über Schiffbau und Luftfahrt bis zu Physik, Chemie und Elektrotechnik — meist an Originalobjekten, oft mit Vorführungen an laufenden Maschinen. Gegründet wurde das Haus 1903 auf Betreiben des Ingenieurs Oskar von Miller, der am 1. Mai jenes Jahres ein Rundschreiben an Wissenschaftler und Industrielle verschickte. Den Bau auf der Isarinsel entwarf der Architekt Gabriel von Seidl; die Grundsteinlegung fand 1906 statt, doch schwieriger Baugrund und der Erste Weltkrieg verzögerten die Arbeiten, sodass der Sammlungsbau erst 1925 eröffnet wurde. Nach den Kriegszerstörungen folgte 1948 die Wiedereröffnung. Der Zuspruch war von Anfang an groß: Schon 1907 kamen rund 211.000 Besucher, 2025 waren es 1,69 Millionen. Seit 2015 wird der Sammlungsbau grundlegend saniert und dabei in Etappen wiedereröffnet — die Kosten wurden 2022 auf etwa 750 Millionen Euro geschätzt. Wer alles sehen will, braucht mehr als einen Tag; sinnvoller ist es, sich auf einige Abteilungen zu beschränken. Zum Museum gehören außerdem das Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe, die Flugwerft Schleißheim sowie Zweigstellen in Nürnberg und Bonn.
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