📷 Immagine: Wikimedia Commons
Vindobona
römisches Legionslager auf dem Gebiet des heutigen Wien
Vindobona war ein römisches Legionslager, eine Militärsiedlung und eine Zivilstadt am Limes Pannonicus, heute im Zentrum Wiens. Es lag am Südufer der Donau, an der Schnittstelle wichtiger Handels- und Militärstraßen. Die Stadt und das Lager standen im Territorium der römischen Provinz Pannonia und waren der westlichste Legionsstandort der Provinz. Die Lage war strategisch günstig, da die Donau leicht durchquerbar war und die Stadt als Verkehrsknotenpunkt für Handelsrouten in die Alpen und weiter ins Römische Reich fungierte. Vindobona war ein bedeutender römischer Standort mit bis zu 30.000 Einwohnern in seiner Blütezeit. Die Zivilstadt erlangte den Status einer autonomen Stadt zweiter Ordnung. Das Legionslager war bis ins 5. Jahrhundert in Betrieb, bis die Armee es aufgab. Die Stadt blieb bis ins frühe Mittelalter bewohnt, und die römischen Ruinen wurden später durch Steinraub und Ablagerungen verdeckt. Die antiken Baureste sind seit 2021 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Donaulimes. Vindobona war ein Zentrum militärischer und zivilen Lebens. Die Legionslager und Zivilsiedlungen lagen am Donauufer und wurden von Flussterrassen geschützt. Die Stadt war von einer Canabae Legionis umgeben, einer Militärstadt, und die Zivilstadt expandierte rasch. Die Straßenverbindungen ermöglichten einen bequemen Donauübergang und verbanden Vindobona mit wichtigen Handelsrouten. Die römischen Straßenführungen beeinflussten die Siedlungsentwicklung, und die Stadt war ein Kreuzungspunkt der Bernsteinstraße und der Limesstraße. Die antiken Straßen sind heute noch im Straßenraster von Wien erkennbar.
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- Art
- Archäologische Stätte, historische Stadt
- Ort
- Wien
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